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Doppel-Gold für FBW Rainman bei den Paralympics in London  Die Belgierin Michele George hat in London mit FBW Rainman von Rubicell/Don Primero aus der Zucht von Franz Schadel zwei Goldmedaillen bei den Paralympics gewonnen, eine in der Dressur und eine in der Kür. Es waren zugleich die ersten Goldmedaille für Belgien bei Olympischen und Paralympischen Spielen in der Dressur seit 1996. Michele George war nach ihren Erfolgen beim Mannheimer Maimarkt mit dem Ziel nach London gekommen, ihre Silbermedaillen von der EM 2009 und der WM 2010 in Gold zu verwandeln. Mit einem brillanten Ritt auf dem Württemberger Fuchs, der auf dem Birkhof groß gewordenen ist, gelang ihr dieses Vorhaben mit Topp-77.065 Prozent. „Der Ritt war wie ein Puzzle, alle Teile passten perfekt zusammen". freute sich die 38 jährige Pferde-Ausbilderin. Die nach ihr startende WM- und EM-Gewinnerin in Grade IV, die 22jährige Britin Sophie Wells, musste sich mit Pinocchio nach einigen Fehlern mit Silber begnügen, ebenso in der Kür. Bronze ging in beiden Disziplinen an den Niederländer Frank Hosmar auf Alphaville. 


Olympisches Doppelgold für Sam FBW und Michael Jung  An seinem 30. Geburtstag hat sich der Welt- und Europameister Michael Jung aus Horb seinen größten Wunsch erfüllt: Im Greenwich Park in London galoppierte er mit zwei fehlerfreien Runden in den beiden abschließenden Springen zu Mannschafts- und Einzelgold mit seinem württemberger Wallach Sam FBW! Dank seiner fehlerfreien Runde im Mannschaftsspringen war die Goldmedaille bereits vor der Schlussreiterin Ingrid Klimke, die den Heraldik xx-Sohn Abraxxas gesattelt hatte, in deutscher Hand. Auch in der Einzelwertung ließ der nervenstarke Altheimer nichts anbrennen: Als vorletzter Reiter setzte er mit einem fehlerfreien Ritt die führende Schwedin Sara Algotsson-Ostholt unter Druck, ihre Stute Wega berührte die Stange am letzten Hindernis, diese fiel, das war der Olympiasieg für Michael Jung und Sam FBW in der Einzelwertung!

Sein vierbeiniger Partner bei diesen Olympischen Siegen, dem Welt- und Europameistertitel ist der Württemberger Wallach La Biosthetique Sam FBW. Der zwölfjährige braune Wallach stammt vom irischen Vollblüter Stan the man xx ab, der im Haupt- und Landgestüt Marbach wirkte. Sams Mutter Halla ist eine Tochter des weltbesten Vielseitigkeitsvererbers Heraldik xx, der auch im Ländle, auf dem Gestüt Birkhof zu Hause war. Geistiger Vater dieser Anpaarung ist Günter Seitter aus Aidlingen.
Zweieinhalbjährig stellte Züchter Günter Seitter den braunen Hengst Sam bei der Körung in Marbach vor. Die Körkommission lehnte den eher im kleineren Stockmaß stehenden blutgeprägten Sam ab. Über die Auktion wechselte Sam in den Besitz von Sabine Kreuter, die auf Empfehlung von Züchter Günter Seitter, den Wallach der damals auf den Namen Sam the schwäbisch Man hörte, zu Michael Jung in die Ausbildung stellte.
Fünfjährig qualifizierte sich Sam für das Bundeschampionat in Warendorf und belegte im Finale den fünften Platz. Ein Jahr später gewann er unter seinem neuen Namen La Biosthetique Sam FBW das Landes- und Süddeutsche Championat. Auf dem Bundeschampionat belegte er Platz sechs. Die Saison krönte das Paar mit dem Titel des Vize-Weltmeisters im französischen Lion D‘ Angers.

Hoch erfolgreiche internationale Starts bis ***-Prüfungen in Compiegne, Marbach, Strzegom und Deauville folgten in der Saison 2008. Die erste Europameisterschaftsmedaille bekam Jung 2009 bei der EM in Fontainebleau in Frankreich um den Hals gehängt. Seinen ersten großen Titel feierte das Paar im Jahr 2010: Von Kentucky brachten Jung und Sam FBW den ersten Weltmeisterschaftstitel in der Vielseitigkeit nach Deutschland mit. Ende 2010 standen Jung und Sam FBW nicht nur sportlich im Focus: Mitbesitzerin Sabine Kreuter wollte ihre Anteile an dem weltbesten Buschpferd veräußern. Inzwischen ist Sam FBW im Besitz der Familie Jung und weiteren Mitbesitzern, die den Wallach im Hinblick auf die Olympischen Spiele in London sicherten. 2011 folgten Siege in Marbach, Bad Aachen und Fontainebleau. Bei den Europameisterschaften in Luhmühlen bekam das Paar die Mannschafts- und Einzelgoldmedaille überreicht. Mit einem Sieg in Marbach und zwei zweiten Plätzen in Fontainebleau und Bad Aachen bereitet Jung das Engergiebündel Sam FBW für die Olympischen Spiele in London vor.

Der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg und der Verein zur Förderung des Reitsports mit baden-württembergischen Pferden (FBW) gratulieren dem Doppel-Olympiasieger herzlich! Und danken für die hervorragende Werbung, die das württembergische Dreamteam Michael Jung und Sam FBW für die Pferdezucht im Land leisten!
 


Württemberger FBW Rainman bei den Paralympics in London  Bei den Paralympic Games, die vom 30. August bis 4. September in London ausgetragen werden, konkurrieren im Greenwich Park 78 Para-Dressurreiter aus 26 Nationen in der Einzelwertung und in der Kür sowie der Mannschaftswertung um elf mögliche Medaillen in fünf Grades.

Unter den Reitern mit Behinderung, die von Belgien für London nominiert wurden, befindet sich auch Dressurreiterin Michele George (38) aus Amougies mit dem von Franz Schadel in Ehingen-Ristissen gezogenen zehnjährigen Württemberger Fuchswallach FBW Rainman von Birkhofs Rubicell/Don Primero. Mit FBW Rainman hatte Michele George bei der Qualifikation auf dem Mannheimer Maimarktturnier zwei Prüfungen Grade IV gewonnen.

Weitere Infos unter www.fei.org/events/games/paralympic-games/london-2012 


FBW-Schnupperkurse auf der Anlage der Tübinger Reitgesellschaft  Der Förderverein FBW bietet in Zusammenarbeit mit dem Baden-Württemberger Zuchtverband auf den Plätzen der Tübinger Reitgesellschaft zwei Termine zur Vorbereitung junger Pferde an. Für die Teilnahme an der Cross Derby Challenge können Pferde am 12. Juni nachmittags und abends im freien Training und unter Anleitung trainiert werden. Anmeldung bei Jürgen Koch unter info@cross-derby-challenge.

Zur Vorbereitung auf das Landeschampionat können Spring-/Dressur- und Reitpferde am 20. Juni ebenfalls nachmittags und abends mit Wolfgang Arnold und Roland Metz trainiert werden.
Anmeldung bei Carolin Harscher unter Carolin.Harscher@pzv.bwl.de. Vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Die Kosten betragen für 20 Euro für das erste Pferd und 10 Euro für weitere Pferde. Für Mitglieder des FBW oder des Zuchtverbandes ist das Training frei. 


FBW-Pferde auf Olympiakurs: Holt Sam FBW die erste Goldmedaille?  So viele Eisen im Feuer wie noch nie hat der Förderverein des Reitsports mit baden-württembergischen Pferden, kurz FBW genannt, für die Olympischen Spiele in London. Seit Gründung des Vereins im Jahr 1999 war der herausragende Erfolg die Mannschaftsbronzemedaille mit dem Dänischen Team bei der Europameisterschaft der Dressurreiter in Arnheim 1999 und die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sydney von FBW Kennedy mit Lone Jörgensen. Vier Jahre später startete FBW Kennedy mit Robert Dover. Unter dem Amerikaner krönte FBW Kennedy seine Karriere mit der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen.

Bereits eine olympische Medaille, die Bronzemedaille im Mannschafts-Springreiten, besitzt das Paar Niklaus Schurtenberger und FBW Cantus ( v. Cantus/Lancer I, Z.: Herbert Schaudt, Winterlingen, B.: Paul Erni, Schweiz). Der mächtige Schimmel und sein Schweizer Jockey bekamen 2009 aufgrund eines CAS-Urteils die Mannschafts-Bronzemedaille der Olympischen Spiele von Hongkong 2008 zugesprochen. Nach einer fast einjährigen Verletzungspause von FBW Cantus trumpfte das Paar erst jüngst bei den Euroclassics in Bremen mit einem Sieg in einem 1,50 Meter-Springen auf und meldete sich auf internationalem Parkett zurück.

Die große Chance auf die erste olympische Goldmedaille für den FBW hat das aktuelle Vielseitigkeits-Dreamteam Nummer eins: Michael Jung aus Horb mit La Biosthetique Sam FBW (Zü.: Günter Seitter, Aidlingen). Das Paar dominiert aktuell weltweit den Vielseitigkeitssport. Als Doppel-Europameister, Weltcupsieger und Weltmeister sind der braune Wallach, der aus einer Blutkombination der baden-württembergischen Top-Vollblüter Stan the Man xx und Heraldik xx kreiert wurde, die Favoriten auf die Einzel-Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London. Erst die Tage lobte der Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, Hans Melzer, das Paar im Rahmen der ersten Olympia-Pressekonferenz in Warendorf: „"Michi reitet in einer anderen Liga und wird trotzdem von Jahr zu Jahr immer noch besser. Und Sam ist das Maß aller Dinge."
Nicht nur in der Vielseitigkeit auch im Viereck hat der Förderverein mit FBW de Vito und Lone Jörgensen eine gute Chance repräsentiert zu sein: Der zehnjährige braune Wallach ist der Shootingstar in der internationalen Dressurszene 2012. Sammelte das Paar 2011 erste Grand-Prix-Erfahrungen, startete es 2012 durch: Mit hervorragenden Erfolgen in Neumünster und Göteborg hat sich das Paar für das Weltcupfinale Ende April im holländischen s’Hertogenbosch qualifiziert und steht auf der aktuell veröffentlichten Longlist der Dänischen Dressur-Auswahl für die Olympischen Spiele in London. „Hulle Pulle“, wie Lone Jörgensen ihren neuen Nachwuchscrack nennt, entdeckte die Dänin gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Uli Eggers im Züchterstall bei Elisabeth Rütz in Ravensburg. Bereits als Fohlen wechselte FBW de Vito in den Besitz von Monica Jörgensen, der Tochter von Lone Jörgensen und Uli Eggers. Bis zum vierten Lebensjahr genoss FBW de Vito sein Jungpferdeleben auf der Weide, sechsjährig qualifizierte er sich für das Bundeschampionat, zehnjährig startet er im Weltcupfinale!

Erfolgreich präsentieren sich weitere FBW-Teams in den letzten Monaten weltweit: In Florida siegte in einer CIC** Vielseitigkeitsprüfung FBW Smoke on the water (v. Samos/Rapaulo, Z.: Paul Wirth, Deggenhausertal, B.: Raylyn Farms, USA) mit Marilyn Fredericks. Bei der Sunshine-Tour belegte der Halbblüter FBW Hidalgo (v. Heraldik xx/Wettstreit, Z.: Willi Bihler, Aichstetten) unter seiner spanischen Besitzerin und Reiterin Gema Martin Alcaide einen hervorragenden 10. Platz im Olympic Grand Prix Special.
Insgesamt 163 FBW-Paare weist das Jahrbuch 2011 mit Platzierungen im Jungpferdebereich auf Bundeschampionats-Niveau bis zu zahlreichen Paaren, die den FBW im großen internationalen Sport vom Burgpokal-Finale bis zu den Olympischen Spielen repräsentieren, auf. Das motiviert, Vorsitzender Klaus Koppensteiner und sein Vorstands-Team suchen 2012 weiter aktiv nach talentierten Nachwuchsreitern mit württembergischen Pferden und natürlich nach Sponsoren um die Förderung der Nachwuchstalente auf dem Weg in den großen Sport finanziell zu unterstützen.

Heike Blessing-Maurer
 


FBW-Dressurlehrgänge mit Oliver Luze  Wegen großer Nachfrage fanden zwei Lehrgänge mit Oliver Luze statt.
Der am Wochenende 24./25. März im Landgestüt und eine Woche vorher einer auf dem Hubertushof. Wieder waren sich die Teilnehmer einig: Es gibt keine Steigerung und im nächsten Jahr bitte wieder Oliver Luze !
In Marbach war das Wetter so frühlingshaft, dass auf dem Paradeplatz geritten werden konnte.
Der stimmgewaltige Trainer erreichte auch dort seine Schüler.
Gert Gussmann 


Mitgliederversammlung 2012: Dem FBW geht es deutlich besser  Seit der Übernahme des FBW-Vorsitzes durch den Tübinger Unternehmer Wolfgang Koppensteiner im Frühjahr 2011 geht es dem „“Verein zur Förderung des Leistungssports mit Baden-Württemberger Pferden e.V.“ deutlich besser. Bei der Mitgliederversammlungen am letzten Februartag in Bebenhausen konnte der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Heinz Faber erfreuliche Zahlen verkünden. Sie betrafen sowohl die Mitgliederzahl als auch die finanziellen Situation. Das eine hängt mit dem anderen zusammen, denn Wolfgang Koppensteiner hat in seiner einjährigen Amtszeit nicht nur 33 neue Mitglieder werben können, sondern dank eigener Leistung und dank Spenden anderer zusätzlich die Finanzen des FBW erheblich verbessert. Treuer Spender ist übrigens weiterhin der Zuchtverband.
Da der Abfluss von Fördermitteln wegen geringerer Teilnahme am Bundeschampionat 2011 niedriger ausfiel, konnte die Versammlung einen beachtlichen Betrag der Rücklage für 2012 zuführen.
Erstaunlich ist indessen, dass sich - bis auf zwei - auch die neuen Mitglieder und Sponsoren anscheinend nicht dafür interessierten, was der von ihnen unterstützte FBW bei der Mitgliederversammlung zu bieten hat. Das machte der erneut schwache Besuch in Bebenhausen deutlich.

Versäumt haben die Mitglieder einen engagierten umfassenden Tätigkeitsbericht von Zuchtleiter Gert Gussmann, der den FBW mit großzügiger Unterstützung der Marbacher Verbandsgeschäftsstelle das ganze Jahr über betreut und dem FBW auch ständig neue Impulse verleiht.
Zur Routine gehört die Organisation des Talentschuppens für Vielseitigkeitspferde in Sindlingen, der Abschluss von Verträgen mit Förderwilligen, die Namensänderung für Pferde bei der FN, die Kontrolle der Qualifikationen bis zum Bundeschampionat, die Honorierung des Abschneidens in Warendorf, der Versand von Satteldecken und Plaketten, die Information von Sponsoren über erfolgreiche Leistungen, der Versand von Einladungen zu besonderen Veranstaltungen und die Organisation von Lehrgängen für FBW-Mitglieder. Die hatten 2012 eine besonders hohe Resonanz.

Weitere Fördermöglichkeiten?

Da der FBW zur Erhaltung seiner Gemeinnützigkeit nur bestimmte Vorhaben fördern darf, kann er nur im Rahmen seiner Vorgaben aktiv werden. An dem seit Jahren bewährten Fördersystem, über dessen Beginn im Grunde die bei den Qualifikationen für die Bundeschampionate amtierenden Richternach Leistung entscheiden, wurde auch in Bebenhausen nicht gerüttelt. Dennoch wurde darüber gegrübelt, wie sich der FBW trotz des engen Vorschriften-Korsetts weiter engagieren könnte. Zum Beispiel, um die Reiter- und Züchterjugend bei Meisterschaften zu unterstützen. Eine weitere Möglichkeit wurde in der Vergabe von Stipendien gesehen.
Mit Hilfe von Heike Blessing-Maurer wird der FBW seine Öffentlichkeitsarbeit bundesweit ausbauen und auch die seit Jahren unveränderte Home Page des FBW aktueller gestalten.
Dass das Markenzeichen FBW viel wert ist, wird daraus ersichtlich, dass die Reiter trotz des damit verbundenen hohen Aufwandes lukrativer Turniere ausschlagen und beim Bundeschampionat starten. Dass sie den Zusatz FBW auch nach Ablauf der Förderung beibehalten und auf eigene Kosten sogar bei der FEI eintragen lassen, spricht ebenfalls für dem hohen Wert.

Weitere Mitglieder gesucht

Das Ziel, die Mitgliederzahl und die Zahl der Spender und Sponsoren weiter zu erhöhen und zulässihge weitere Fördermöglichkeiten auszuloten, wird Wolfgang Koppensteiner auch 2012 verfolgen. Die noch breitere Verankerung des FBW in Zucht und Sport zählt auch zu seinen Zielen. Allerdings hat er gemerkt, dass das kein einfachen Geschäft ist. „Neue Mitglieder für den FBW zu gewinnen, ist schwieriger als tausend Quadratmeter Furnierholz zu verkaufen", seufzt der in der internationalen Holzbranche erfolgreiche Unternehmer. Gerade recht kam deshalb das Lob vom Verbandsvorsitzenden Dieter Doll: „Unter Deinem Vorsitz, lieber Wolfgang, hat sich die Situation und vor allem auch die Stimmung innerhalb der Mitglieder des FBW deutlich verbessert!"

Eberhard Platz
 


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